Etikettenkontrolle

Etikettenkontrolle in der Lebensmittelindustrie: Rückrufe vermeiden

Ein falsches Etikett oder ein unleserliches Mindesthaltbarkeitsdatum kann eine ganze Produktion zurückholen. So prüft Machine Vision jedes Etikett, jeden Code und jedes Datum an der Linie.

In der Lebensmittelindustrie ist ein falsches Etikett mehr als ein Schönheitsfehler. Fehlende Allergenangaben oder ein falsches Mindesthaltbarkeitsdatum können zu einem Rückruf führen, mit Kosten für Produktion, Logistik und Ihren Ruf. Die europäischen Vorschriften zur Lebensmittelinformation (Verordnung (EU) Nr. 1169/2011) lassen wenig Spielraum für Fehler auf der Verpackung.

Stichproben helfen, doch alles, was zwischen zwei Kontrollen die Linie passiert, bleibt ungeprüft. Mit Machine Vision prüfen Sie jedes Produkt.

Wo Etikettenfehler entstehen

Die meisten Fehler haben eine erkennbare Ursache:

  • Produktwechsel: Nach einer Umstellung liegt die falsche Etikettenrolle in der Maschine, oder der Drucker steht noch auf dem vorherigen Produkt.
  • Der Drucker: Mindesthaltbarkeitsdatum oder Chargencode sind blass, unvollständig oder verschoben, etwa durch einen verstopften Druckkopf oder zur Neige gehende Tinte.
  • Die Etikettiermaschine: Das Etikett sitzt schief, ist zerknittert oder fehlt.
  • Falsche Kombinationen: Deckel, Sleeve und Etikett gehören nicht zum selben Produkt.

Was ein Vision-System prüft

Ein Vision-System zur Etikettenkontrolle und OCR betrachtet jedes Produkt und prüft unter anderem:

  • ob das Etikett vorhanden ist und gerade an der richtigen Stelle sitzt;
  • ob es das richtige Etikett für das gerade laufende Produkt ist;
  • ob Mindesthaltbarkeitsdatum und Chargencode lesbar und korrekt sind (OCR);
  • ob Barcodes und 2D-Codes wie EAN, QR und DataMatrix lesbar und richtig sind;
  • ob die Druckqualität ausreicht.

Anbindung an Ihre Produktion

Eine Prüfung ist erst dann wertvoll, wenn das System weiß, was auf dem Etikett stehen muss. Beim Produktwechsel kommen das erwartete Datum oder der Chargencode aus der Liniensteuerung oder dem MES; die Kamera vergleicht jedes Produkt damit. Weicht etwas ab, geht ein Signal an die SPS, die das Produkt ausschleust. Bilder ausgeschleuster Produkte werden gespeichert, sodass Sie im Nachhinein belegen können, was geprüft wurde.

Worauf es in der Praxis ankommt

  • Glänzende Folie und gewölbte Verpackungen erzeugen Reflexionen, die Text unleserlich machen. Hier ist die richtige Beleuchtung entscheidend; lesen Sie auch, warum die Beleuchtung wichtiger ist als die Kamera.
  • Die Liniengeschwindigkeit bestimmt, wie kurz die Belichtungszeit sein muss und wie viel Zeit die Software pro Produkt hat.
  • Wechselnde Layouts je Produkt oder Kunde erfordern ein System, das damit umgehen kann. Mit KI lassen sich auch dynamische Informationen erkennen und validieren.
  • Umgang mit Ausschuss: Ausschleuser, Puffer und klare Meldungen für den Bediener gehören zum Konzept.

Von der Stichprobe zur 100-%-Prüfung

Automatische Etikettenkontrolle ersetzt die Stichprobe durch die Prüfung jedes Produkts, dokumentiert jede Abweichung und greift ein, bevor ein Fehler das Werk verlässt. Nehmen Sie Kontakt auf, um zu besprechen, was das für Ihre Linie bedeutet.

Möchten Sie dies auf Ihre Situation anwenden?

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